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Tierschutzverein Lemuria e.V.
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Mittelmeerkrankheiten

Ehrlichiose (Zeckenfieber, tropische canine Panzytopenie)

Die Ehrlichiose des Hundes ist eine akut bis chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gruppe Ricketsien (Ehrlichia canis, Ehrlichia ewingii) verursacht wird.

Übertragung auf den Hund:
Die Bakterien werden von Zecken (v.a. braune Hundezecke) übertragen. Eine infizierte Zecke kann den Erreger bis zu fünf Monaten beherbergen.
Die weibliche mit Ehrlichia infizierte Zecke übertragt die Bakterien beim Blutsaugen. Die Ricketsien gelangen schließlich in die Blutbahn und dringen in bestimmte weiße Blutkörperchen ein (Monozyten und Lymphozyten, selten Granulozyten). Dort vermehren sie sich und gelangen schließlich in den ganzen Körper.

Krankheitssymptome des Hundes:
• wiederkehrendes Fieber, Schwäche, Abmagerung
• Erbrechen
• Augenentzündungen, Augenausfluss
• Ödeme, äußere und innere Blutungen,
• lebensbedrohliche Anämie, Milzvergrößerung
• Gelenkserkrankungen

Diagnose:
Der Erreger kann mit Hilfe eines Bluttests nachgewiesen werden.

Behandlung:
Im Frühstadium der Infektion reicht eine Behandlung mit einem speziellen Antibiotikum über einen Zeitraum von 30 Tagen.
Wird die Krankheit jedoch nicht frühzeitig entdeckt, können sich lebensbedrohliche Symptome entwickeln, die zum Tod führen können. In diesem Stadium der Infektion ist eine intensive Behandlung mit Bluttransfusionen und Klinikaufenthalt erforderlich.

Vorbeugung:
Die Zeckensaison dauert in den mediterranen Gebieten von März bis November. Deshalb sollten sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang absuchen und Zecken gegebenenfalls sofort entfernen (fragen Sie Ihren Tierarzt nach der korrekten Zeckenentfernung). Je länger eine Zecke Blut saugt, desto größer ist die Gefahr einer Infektion.
In Gegenden mit hohem Zeckenrisiko schützt man den Hund mit speziellen Halsbändern oder spot-on-Produkten (fragen Sie Ihren Tierarzt nach den aktuellsten Präparaten!). Bei Hunden die vorwiegend draußen leben sollte man auch die Umgebung des Hundes (Terrasse, Zwinger) gelegentlich mit Speziallösungen gegen Zecken behandeln (fragen Sie Ihren Tierarzt!).

Übertragung auf den Menschen:
Zecken infizieren Menschen zwar mit verschiedenen Krankheiten wie Borreliose, „mediterranes Fieber“ oder „Zeckenparalyse“, die Zeckenkrankheit des Hundes kommt aber beim Menschen normalerweise nicht vor.